Studium Generale: Erfahrungsbericht

Studium Generale Uni WIen

Das ist ein subjektiver Erfahrungsbericht vom Studium Generale, der keinen Anspruch auf objektive Richtigkeit stellt. Geschrieben wird aus den Erfahrungen von derzeit 2 Semester des Senioren Studiums, begonnen im Studienjahr 2019. Dieser Bericht wird laufend erweitert.

Obwohl die Studienleitung des nachberuflichen Studiums erklärt, viel Zeit und Energie in die Entwicklung dieses Studiums investiert zu haben, sind grobe Mängel in Organisation und Umsetzung zu beobachten. Die Erwartungen und Erfahrungen der nachberuflich Studierenden sind anders als von Menschen, die nach der Matura mit dem Studium beginnen und den Weg in eine berufliche Laufbahn suchen. Dieser Unterschied wurde aus meiner Sicht ungenügend bedacht.

Ein neuer Lehrgang mit einer neuen Zielgruppe bräuchte eine laufende Evaluation, sowie eine ständig agile Weiterentwicklung. Dies ist definitiv nicht der Fall. Die Lehrgangsleitung ist mit den Studenten in keinem strukturierten offenen Dialog. In Diskussionen (Privataudienzen) wird Rudolf Richter sehr reaktiv wahrgenommen, auch wenn er über engagierte Mitarbeiter verfügt, die sich zwar bemühen die Studierenden am Laufenden zu halten, ihnen aber aus meiner subjektiven Sicht die Vision fehlt.

Aufgefallen ist mir, dass bei einem Vortrag der Vizerektorin Christa Schnabl vor dem Auditorium der Postgraduate Studenten, zu dem auch wir gehören, erwähnte, dass der Fokus des Postgraduate Studiums in der Vermittlung von Wissen für eine gute berufliche Karriere steht. Damit zeigt sich, dass sich die Zielsetzung für das Studium Generale noch nicht in den Köpfen der Post Graduate Direktion manifestiert. Wir haben unsere Berufslaufbahn ja schon hinter uns.

Eine Zielsetzung, eine Vision und eine Mission für ein Unternehmen, für ein Projekt zu erarbeiten, gehört in der Privatwirtschaft zur Grundvoraussetzung für erfolgreiche Umsetzungen. In dieser Hinsicht sind die Vorträge – sowohl die Inhalte als auch die Vortragenden – recht unterschiedlich. Es gibt hervorragende und verbesserungswürdige Lehrveranstaltungen sowie Vortragende.

Die Bandbreite zeigt sich schon bei der Bekanntgabe des Syllabus für die jeweilige Lehrveranstaltung, welcher sehr unterschiedlich ist: Von keinem Syllabus bis zu einem mit hohem Detailgrad und speziellem Warnhinweis  „Bei Feststellung einer erschlichenen Leistung (z.B.: Abschreiben, Plagiieren, Verwendung unerlaubter Hilfsmittel, Fälschungen, Ghostwriting etc.) wird die gesamte LV als geschummelt gewertet und als negativer Antritt gezählt“. Erinnern wir uns an die Schule?

Nachfolgend der Versuch einer Bewertung von einem Stern * bis zu fünf Sternen ***** für die jeweilige Lehrveranstaltung (angelehnt an Hotelbewertungen ;-).

Geisteswissenschaftliche Fächer im Studium Generale

Theologie

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Bewertung und Übersicht der einzelnen Lehrveranstaltungen
VortragendeUnterlagenqualitätOrganisationDidaktikBenotungstransparenz
Raoul F. Kneucker*******************
Paul M. Zulehner*******************

Ein hervorragendes Lehrteam, welches trotz des hohen Alters bewundernswert frisch, strukturiert und medienaffin ist. Diese Lehrveranstaltung hat wirklich horizonterweiternde Inhalte, die kurzweilig vermittelt werden. Mit dem aus meiner Schulzeit bekannten Fach „Religion“ hat diese LV nichts zu tun und ist äußerst empfehlenswert. Der Themenbereich „Angst“ in Zusammenhang mit den Migrantendiskussionen in Europa passt perfekt zu unserer Gruppe.

Rechtswissenschaft: Erbschaftsrecht – Autonomes Altern

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Bewertung und Übersicht der einzelnen Lehrveranstaltungen
VortragendeUnterlagenqualitätOrganisationDidaktikBenotungstransparenz
Christian Rabl********************
Brigitta Zöchling-Jud********************

Ein absolutes Highlight im Studium Generale. Eigentlich die einzige LV die auf die Altersgruppe abgestimmt ist. So sollten Lehrende sein: Praxiserfahren und gute Redner. Gute Stimme, superstruktriert, immer wieder persönliche wichtige „Geschichtchen“ aus der anwaltlichen Praxis von Rabl. Fr. Zöchling Jud ebenso.

Philosophie

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Bewertung und Übersicht der einzelnen Lehrveranstaltungen
VortragendeUnterlagenqualitätOrganisationDidaktikBenotungstransparenz
Katharina Lacina******************

Katharina Lacina schafft es alle ins Boot zu holen und glänzt durch Wissen aus Philosophie und philosophischer Praxis, soziale Kompetenz und Sympathie. Die Diskussion über philosophische Denker und deren Thesen von Aristotelischer Tugendethik bis zu Sloterdijks Zornesbanken erfüllt unsere Erwartungen. Manchmal „vetratschen“ wir uns, aber das gehört zur Philosophie dazu!

Naturwissenschaftliche Fächer im Studium Generale

Molekularbiologie Sommersemester 2019

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Bewertung und Übersicht der einzelnen Lehrveranstaltungen
VortragendeUnterlagenqualitätOrganisationDidaktikBenotungstransparenz
Renée Schröder Hauptverantwortlich für diese LV****
Andreas Hartig****
Antoine Baudrimont********
Friedrich Probst**************
Peter Fuchs ************

Diese LV sollte einen Höhepunkt des Studiums darstellen, da sich gegenüber den anderen NAWI-Fächern in den letzten 40 Jahren extrem viel im Bereich der Genetik getan hat und noch viel tun wird, aber das Wissen in der breiten Bevölkerung z.B. zum Thema Genmanipulation sehr gering ist.

Schlechte Unterlagen, fehlende Struktur und mangelnder didaktischer Aufbau machen die LV leider zu einer Katastrophe. Präsentationsfolien waren mit Begriffen und Formeln vollgespickt. Diese machten die Nachbereitung sehr schwierig und für mich unmöglich. Höchste Dichte von neuen Wörtern und Begriffen aller Lehrveranstaltungen.

Das war mit Sicherheit die Lehrveranstaltung mit der höchsten Anzahl von Dropouts (von ca. 30 auf 15) und Negativbeurteilung im ganzen Studienabschnitt.

Zusammenfassend wurden die Themen zu detailliert behandelt, zu theoretisch angegangen und insgesamt zu wenig breit beleuchtet. Das Curriculum wurde nicht eingehalten.

Positiv: Anscheinend hat die heftige Kritik etwas bewirkt und das Modul wird im Sommersemester 2020 neu aufgesetzt!

NEU AB SOMMERSEMESTER: Eintrag:17.12.19

Zitat Prof. Probst

Sie werden sehen, das Modul ist nicht nur „runderneuert“ sondern ganz neu aufgesetzt. Ich werde es zusammen mit Herrn Dr. Ivan Yudushkin unter Beibehaltung der durch das (leicht angepasste) Curriculum vorgegebenen Themen total überarbeiten.

Wir freuen uns uns werden sehen!

Physik

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Bewertung und Übersicht der einzelnen Lehrveranstaltungen
VortragendeUnterlagenqualitätOrganisationDidaktikBenotungstransparenz
Paul Wagner********************
Gerhard Krexner*******************

Hier ist ein Vorzeigeteam am Werk. Paul Wagner vermittelt im Studium Generale die, sagen wir mal sehr trockene Materie mit einem sehr hohen Engagement. Der Stoff ist für mich als Wirtschaftler sehr hart, aber das Bestreben, unserer Studiengruppe das Material optimal aufzubereiten, ist erkennbar.

Verweis auf die erstklassigen Videodokumentationen der Vorlesungen in einem eigenen YouTube Channel Physik, mit wesentlich umfangreicheren Inhalten als bei uns gelehrt wird.

Feedback wird angenommen und reflektiert. Krexner kommt manchmal etwas zu kurz, bringt aber sehr wichtige ergänzenden Unterlagen, manchmal mit etwas Verspätung in die LV bzw. in die Lernplattform Moodle ein.

Leider fehlt durch die Abwesenheit von Kollegen Krexner (Nov/Dez 19), die wichtige schriftliche Zusammenfassung samt den Verweisen zu Experimenten und Lehrbuch. Die Tafelbilder als Doku sind sehr schwer nachzustudieren.

Sozialwissenschaftliche Module im Studium Generale

Politwissenschaft

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Bewertung und Übersicht der einzelnen Lehrveranstaltungen
VortragendeUnterlagenqualitätDidaktikBenotungstransparenz
Dr. Roman Pfefferle*************

Um mit dem positivsten Beitrag zu beginnen: der liegt zweifellos in seiner Persönlichkeit und seinem Eingehen auf die Gruppe, auch die Organisation war absolut ausreichend (prompte Übermittlung der Unterlagen), Exkursion in den Parlamentsklub der SPÖ und ins Parlament waren sehr interessant. Seine Unterlagen waren gemeinsam mit seinem Vortrag absolut zum Lernen verwertbar, den Abschlusstest (offenes Antwortformat, längere Bewertung zu einem Thema) konnte man damit schaffen. Trotzdem habe ich mich beim Lernen geärgert, da die Folien nicht aktualisiert waren. Auch in der Diskussion wurde die aktuelle Politiklage weitgehend ausgespart. Das gilt ebenso für die den Folien zugrundeliegenden wissenschaftlichen Texte, die auch wenn sie z.B. nach Ibiza herausgegeben wurden in keiner Weise auf den Crash der Regierung eingingen. (1)

Geographie – Leben in einer ungleichen Welt – In Vorbereitung

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Bewertung und Übersicht der einzelnen Lehrveranstaltungen
VortragendeUnterlagenqualitätDidaktikBenotungstransparenz
Christian Vielhaber Humangeographie*********
Yvonne Franz Stadtgeographie**************
Christine Embleton-Hamann Physische Geographie***********
Karl Husa Humangeographie

Weitere LV Bewertungunge des Studium Generale in Vorbereitung!

Hinweis zu den Bewertungsbegriffen:

Qualität der Unterlagen: Kann man mit den Unterlagen selber nachlernen? Sind diese übersichtlich oder nur Schlagworte ohne nachlesbare Erläuterung?

Didaktik: Wie wird auf die Gruppe eingegangen? Ist es ein sturer Frontalvortrag ohne Berücksichtigung der heterogenen Studentengruppe oder gibt es Interaktion und Diskussion? Wie sind Aufbau und Vermittlung der Wissensinhalte?

Organisation: Bewertung nach zeitgerechter Übermittlung der Unterlagen und Informationen, Syllabus bei der Vorstellung, Übersicht der Lehrinhalte und zeitliche Einhaltung des Curriculums.

Benotungstransparenz: Aufbau der Leistungstests, Erklärung des Benotungssystems, Multiple Choice ist gegenüber offener Fragenbeantwortung vorzuziehen und kann das vermittelte Wissen störungsfreier abrufen. Erfordert aber mehr Vorbereitung des Vortragenden!

1) Hinweis: Diese Kommentare entstammen Kollegenbeurteilungen und sind wie alle übrigen Meinungen als subjektiv zu bewerten.

Anregungen an die Studienleitung des Studium Generale:

Das beste Know-how für die Weiterentwicklung des Studiums und für das Erkennen der passenden Studieninhalte ist bei den Studierenden dieses Lehrgangs zu finden. Ihr Wissen und ihre Erfahrung sind enorm. Überdies ist das auch die Zielgruppe die der Studienlehrgang ansprechen will.

Die Lehrinhalte sollten möglichst an die Bedürfnisse der Zielgruppe angepasst sein. Das ist z.B. beim Erbrecht oder Theologie mit den oben angeführten Themen sehr gut gelungen. Ob die Inhalte der Lehrveranstaltung „Kommunikation“ für Menschen die 50 Jahre aktiv kommunizieren wirklich horizonterweiternd sind, stelle ich in Frage.

Ein Workshop zum Kennenlernen, der z.B. 2 Mal 3-4 Stunden dauert und vielleicht durch die Vortragenden der Vorlesung Kommunikation moderiert wird, würde einem schnelleren und besseren Miteinander helfen und der Gruppe guttun. Die Gruppe der Senioren ist nämlich wesentlich inhomogener als die der Studenten, die soeben die Matura gemacht haben.

Die chaotische Veranstaltung zum Thema „Verwendung der Lernplattform“ könnte in dieser Weise ersetzt werden. Auch die Diskussionen zum Thema: „Wer kommt ins Moodle oder WLAN?“ am Anfang unserer Lehrveranstaltungen könnte man durch bessere Vorinformation und Organisation wesentlich kürzen.

Ich freue mich auf Kommentare meiner Studienkollegen. Du kannst das Kommentar anonym verfassen oder auch Deinen Namen angeben – die eMail Adresse wird nicht veröffentlicht. Oder Du schickst mir eine eMail und ich arbeite Deine Hinweise in diese Seite ein.

9 Kommentare
  1. peter wolf
    peter wolf sagte:

    Lieber Kollege, Ich kann als „Einzelmodul-Nutzer“ lediglich einen Kommentar zum Modul Philosophie abgeben. Ich stimme Deiner Bewertung voll zu, auch ich habe die Vorlesung sehr interessant gefunden und sie hat zur Verbesserung meines Allgemeinwissens beigetragen.
    In diesem Semester habe ich das Modul „Chemie“ belegt, kann aber noch keine Einschätzung abgeben, da wir erst mitten im Semester sind.
    Mein allgemeiner Eindruck ist jedoch, dass sich die Vortragenden erst auf die neue Situation- Wissen auf Universitätsniveau älteren Menschen zu vermitteln- einstellen müssen, dies aber mit großem Engagement auch versuchen.
    Ich nehme an, dass bei den nächsten Semestern bereits Erfahrungen vorliegen werden, um die eine oder andere „Unzulänglichkeit“ zu vermeiden. mit besten Grüßen p.wolf

    Antworten
  2. Hubert Nöbauer
    Hubert Nöbauer sagte:

    Ich schließe mich der ausgefeilten Beurteilung des Lehrgangskollegen an. Ich beziehe mich dabei auf die Vortragende Dr. Lacina welche mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer motivierenden Vortragsweise Interesse an der Philosophie zu wecken und steigern vermag.
    Ich möchte mir keine andere Vortragende wünschen. Dass im Zuge diverser phil. Diskussionen mitunter das Zeitgefühl verloren geht scheint mir als reizvoller kleiner Mangel durchaus akzeptabel.

    Mit freundlichen Grüssen Hubert Nöbauer

    Antworten
    • admin
      admin sagte:

      Da hat die Lehrgangsleitung vom Studium Generale im generelles Problem. Auch bei den “ komplett Lehrgangsteilnehmer “ Die idee war, dass man einfach von einem Modul ins andere wechseln kann bzw. eine Wahlmöglichkeit hat. Dies scheitert auch noch an der Organisierbarkeit oder Willigkeit. Besserung ist aber in Sicht 🙂

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  3. Peter Soswinski
    Peter Soswinski sagte:

    Peter, Danke für diese Seite!
    einige Persönliche Anmerkungen prinzipiell zum Studium Generale:
    Wie schon der Zusatztitel „postberufliches Studium“ ist für die Teilnehmer das Lernen an sich Zielsetzung und hat für einen Lebenslauf keinerlei Bedeutung (wodurch auch die Benotung nebensächlich wird). Die Teilnehmer sind bereit, von ihrem versteuerten Einkommen (kann nicht als Werbekosten abgesetzt werden) doch einen namhaften Betrag aufzuwenden, um aktuelles Wissen vermittelt zu bekommen. Das ist eine komplett anderer Zugang als andere Postgraduale Lehrgänge, die für die Berufslaufbahn wichtig sind. Streng genommen sind ja die Studenten Auftraggeber der Universität um postberuflich weiter lernen zu können. Dadurch ist auch eine sehr hohe Motivation gegeben, ich habe von keinem Fall gehört, wo ein Referat, eine Hausarbeit nicht rechtzeitig bzw inhaltlich oberflächlich ausgearbeitet wurde.
    Seitens der Universität und den von Ihr beauftragten Lehrkräfte kann also erwartet werden, dass dieser besonderen Situation mit einem entsprechenden (pädagogischen) Konzept Rechnung getragen wird.
    Dass es Noten geben muss (gemäss UG), stellte sich erst im Laufe des ersten Semester auchzur Überraschung einiger Vortragender heraus (Unterschiedliche Informationen im Laufe des Semesters durch die Lehrkräfte), wie aber bewertet werden soll, wurde sehr unterschiedlich von Vortragenden ausgelegt (Sitzordnung bei Prüfungen teilweise so, dass die „Studenten“ beim Abschlusstest nicht vom Sitznachbarn abschreiben können!). Für die Vortragenden gab es also also keine Empfehlung und mit den „Studenten“ wurde seitens der Lehrgangsleitung keine Kommunikation gesucht.
    Weiters ist es natürlich so, dass die „Studenten“ erwarten dürfen, dass sie mit dem Unterrichtsstoff dort abgeholt werden, wo sie stehen, ein Fachvorwissen war ja laut Ausschreibung nicht erforderlich. Das haben offensichtlich nicht alle Vortragenden gewusst. Selbst Maturawissen ist Jahrzehnte nach der Matura nicht mehr allgemein verfügbar .
    Im SS2019 gabes seitens einiger Studenten einen Vorstoß mit der Lehrgangsleitung ins Gespräch zu kommen, der Bericht dieser Kollegen über den Gesprächsverlauf war entmutigend.
    Eine Gesamtevaluierung des ersten Semsters fand nicht statt, es wurde unterschiedlich von einigen Vortragenden eine feedback Runde zu Ihrem Modul (schriftlich, mündlich unterschiedlich) gemacht.
    Es gibt bis heute keine geordnete Kommunikation zwischen Studenten und Lehrgangsleitung vom Studium Generale, eine angebotene Sprechstunde ist für individuelle Probleme eine Lösung, aber nicht für allgemeine Probleme. Es gibt auch keine geordnete Information über die angebotenen Fächer. Das Fächerangebot, das dankenswerter Weise erweitert wurde, erfährt man von Kollegen, oder individuell bei Gesprächen mit Frau Schwarzova, die sicher sehr bemüht ist.
    Zusammenfassend: das Studium it eine blendende Idee, eine pädagogisches Konzept im Hinblick auf die „speziellen“ Teilnehmer gab es offensichtlich nicht (darunter verstehe ich auch die Leistungsbewertung).

    Ich persönlich bin vom Studium begeistert,es ist für mich eine wirkliche Bereicherung.
    Eine Nachjustierung muss erfolgen (und erste Ansätze z.B. in „Molekularbiologie *neu“ gibt es).
    Lg
    Peter

    Antworten
    • admin
      admin sagte:

      Ich glaube auch, dass die Zielgruppe und deren Wünsche weder vorab noch während der ersten Semester evaluiert werden. Diese Kritik zieht sich durch alle Gespräche mit den Lehrgangsteilnehmern.

      Antworten
    • peter wolf
      peter wolf sagte:

      Zu: …..erwarten dürfen, dass sie mit dem Unterrichtsstoff dort abgeholt werden, wo sie stehen……
      Und genau hier scheint ein Problem zu bestehen. In meinem derzeit belegtem Modul Chemie gibt es Kollegen, die beruflich mit der Materie zutun haben/hatten und andere müssen auf ihr spärliches Maturawissen von vor einigen Jahrzehnten zurückgreifen. Erstere sind in zumutbarem Ausmaß gefordert, Letztere kämpfen auf verlorenen Posten. Unser Professor ist sich jedoch dieser Situation bewusst und versucht mit Engagement beiden Gruppen gerecht zu werden.
      schönen Tag noch p.wolf

      Antworten
  4. Ingrid Weinberger
    Ingrid Weinberger sagte:

    Ich habe erst im Wintersemester 2019 mit dem Modul Philosophie begonnen – ein weiteres Modul beim Studium Generale war gar nicht möglich.
    Mit unserer Vortragenden, Fr. Mag.Lacina, bin ich sehr zufrieden – ich stimme mit den Bewertungen des Kollegen überein.
    Beim Studium Generale finde ich es sehr schade, dass die Interessenten einer Einzelmodulbuchung nachrangig behandelt werden. Zuerst bekommen die Interessenten „Abschluss Akademischer Absolvent und Abschluss Master of Arts (MA)“ einen Studienplatz, und nur, wenn noch freie Plätze sind, erhalten Einzelmodulbucher eine Chance.
    Offensichtlich geht man davon aus, dass Menschen, die 35 – 40 Jahre einen Berufsstress bzw. einen Leistungsdruck hatten, in der Pension weiter einen Lerndruck wollen?
    Das Modul Philosophie ist so interessant, dass ich sehr gerne noch eine Lernveranstaltung dieser Art absolvieren möchte.
    Freundliche Grüße Ingrid Weinberger

    Antworten
  5. Brigitte Wuich
    Brigitte Wuich sagte:

    Als ich im Herbst 2018 vom Studium Generale gelesen habe, hat mich die Möglichkeit einzelne Module zu belegen und eventuell später auf „Vollstudium“ umzusteigen motiviert an einer Infoveranstaltung teilzunehmen. Die Atmosphäre in der Gesprächsrunde mit Prof. Kneucker hat mich dann überzeugt, dass ich mitmachen möchte. Das Modul Theologie mit Prof. Zulehner und Prof. Kneucker entspricht genau meiner Vorstellung, dass Wissensvermittlung mit Austausch, Diskussion, Interaktion lebendig und spannend sein kann. Modul Soziologie: Mein Eindruck war, dass zuviel reingepackt wurde. Die Zeit, die wir für Familien- und Organisationssoziologie gehabt haben, war zu knapp – beides war spannend (auch die beiden Lehrenden) aber eben nur ein „schnuppern“. Die Einführung in die Soziologie hätte ich mir gegenwartsbezogener und weniger „verstaubt“ gewunschen. Vielleicht wäre das Modul „griffiger“ wenn es unter einem Arbeitstitel steht, die Lehrinhalte aufeinander abgestimmt werden. Organisation: Auf der Warteliste zu stehen, bis kurz vor Semesterbeginn nicht zu wissen, ob ich einen Platz habe oder nicht, vermittelt mir den Eindruck, dass ich als Modulbucherin nicht sehr willkommen bin .

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